Zentrales Vorsorgeregister

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Seit einiger Zeit ist es den Verfassern von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen möglich ihre Erklärungen zentral bei der Bundesnotarkammer (zentrales Vorsorgeregister) zu registrieren. Auf dieses Register haben insbesondere Ärzte und Krankenhäuser Zugriff, soweit einer ihrer Patienten betroffen ist. Der Vorsorgebevollmächtigte muss sich gegenüber den Stellen mittels der Originalvollmacht oder einer Ausfertigung legitimieren. Erhält er vom Eintritt des Vorsorgefalles keine Kenntnis, so kann er seine Aufgaben nicht ausführen. Diese Lücke schließt das zentrale Vorsorgeregister. Der Vorsorgebevollmächtigte kann nun informiert werden, wenn dies notwendig wird.

Außerdem ist es möglich über das zentrale Vorsorgeregister eine so genannte ZVR-Card erstellen zu lassen, die der Vollmachtgeber bei sich tragen kann. Wird bei einem Patienten eine solche Karte gefunden, kann der Arzt die darin benannte Vertrauensperson kontaktieren. Die Karte selbst dient allerdings nicht der Legitimation des Bevollmächtigten.

Wenn eine Vorsorgevollmacht – Patientenverfügung – notariell beurkundet wird, bietet der beurkundende Notar in der Regel die Eintragung in das zentrale Vorsorgeregister an. Die Registrierung über einen Notar kostet lediglich 8,50 € (Eintragungsgebühr).

Das Register ist unter www.vorsorgeregister.de zu erreichen.

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Signatur_DS_2009

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