Telecolumbus – eine endlose Geschichte

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Ein Mandant hatte Probleme mit einer großen Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen. Es war ein Vertrag über Telefon und DSL geschlossen worden. Leider war die Firma nicht in der Lage in angemessener Zeit den Anschluss vorzunehmen. Daher wurde der Vertrag gekündigt,  die Kündigung wurde bestätig. Trotz dessen schickte die Firma weiterhin Rechnungen und Mahnung. Es wurde weiterhin vom Konto Geld abgebucht. Wir haben uns mehrfach mit der Firma in Verbindung gesetzt. Ein Jahr später entschuldigt sich die Firma per Brief – aufgrund eines Systemfehlers sei der Vertrag nicht storniert worden. Man werde abgebuchtes Guthaben zeitnah überweisen.

Geld kam nicht – statt desssen weitere Mahnungen. In einem zweiten Schreiben wurde nochmals um Entschuldigung für das Versehen gebeten. Geld wurde weiterhin nicht überwiesen. Statt dessen erhielt der Mandant einMahnschreiben der Kohl KG – einem Inkassobüro. Auf die schriftliche Beschwerde folgte Wochen spätere eine 3. Entschuldigung mit der Ankündigung, Guthaben und angefallene Gebühren (!!!) umgehend anzuweisen. Es kam… ein weiteres Schreiben des Inkassobüros. Heute teilte der Mandant mit, dass Guthaben und Rechtsanwaltsgebühren bei ihm auf dem Konto eingegangen sind. Die ganze Prozedur hat 14 Monate gedauert und die Akte ist gut 1-2 cm dick. Ich möchte nicht ausrechnen, was jedes der gefühlten 20 – 30 Schreiben an Zeit gekostet hat.

Manchmal frage ich mich, ob bei großen Unternehmen überhaupt noch gedacht wird oder ob man sich so auf die Technik verlässt, dass Mitarbeiter das Denken verlernen. 14 Monate für einen von Anfang an eindeutigen Fall sind schon ein starkes Stück.

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