Das Erreichen der Opfergrenze …

PDF Version

… hat sich der BGH zum Thema gemacht:

Der klagende Mieter begehrt einen Vorschuss zur Mängelbeseitigung an dem von ihm bewohnten Haus in Höhe von 47.500 €. So hoch seien die Kosten für die notwendige Renovierung. Vermieterseits wird behauptet, dass das Mietobjekt allein nur einen Verkehrswert in Höhe von 28.000 € habe.

Bei dem betroffenen Vermieter ist die Schmerzgrenze auf jeden Fall erreicht, weshalb nun auch von den Gerichten zu klären ist, wann denn ein objektives krasses Missverhältnis zwischen Reparaturaufwand einerseits und deren Nutzen für den Mieter, sowie dem Wert des Mietobjekts auf der anderen Seite vorliegt.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs endet die Verpflichtung des Vermieters zur Beseitigung eines Mangels jedenfalls dort, wo der dazu erforderliche Aufwand eben diese “Opfergrenze” überschreitet. Wann die Zumutbarkeitsgrenze überschritten ist, muss von Fall zu Fall wertend ermittelt werden. Erforderlich sei dabei eine Würdigung aller Umstände.

BGH-Urteil vom 21. April 2010, VIII ZR 131/09

Blog abonnieren (RSS)
jetzt auch auf Twitter

URL des Beitrages: http://www.ra-sawal.de/Wordpress/?p=1551

Tags: , ,

Hinterlasse Sie bitte eine Antwort

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.