Was ein Hund so hinterlässt…

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…war Gegenstand eine Rechtsstreits vor dem Amtsgericht Steinfurt. Vermieter und Mieterin hatten einen Mietvertrag geschlossen. Der Vermieter hatte erklärt, dass dass gegen die Hundehaltung keine Einwendungen erhoben werden würden. Die Mieterin zog ein. Der Hund ging allerdings in der Folge seiner Natur nach und “vermiente” den Gemeinschaftsgarten.

Die Vermieterin forderte die Mieterin schriftlich auf, den Hundekot zu entfernen. Da sich das Problem nicht besserte, wiederrief die Vermieterin die Zustimmung zur Hundehaltung und kündigte nach einer weiteren Frist fristlos das Mietverhältnis.

Das Amtsgericht entschied, dass andauernder Hundekot im Gemeinschaftsgarten eine gravierende Störung des Hausfriedens darstelle und zur fristlosen Kündigung gemäß ¶¶ 543 Abs. 1, 569 Abs. 2 BGB berechtige. Dies setze allerdings voraus, dass sich Mitmieter hierdurch belästigt fühlen und der Mieter sich uneinsichtig zeigt. Daher gab es hier dem Räumungsanspruch statt.

Amtsgericht Steinfurt vom 10.03.2009, 4 C 171/08

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