Nicht immer kommt alles Gute von oben…

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…manchmal handelt es sich nämlich auch um ein Garagentor.

Eine Autofahrerin fuhr aus der angemieteten Tiefgarage heraus, nachdem sie auf ihrer Fernbedienung auf „öffnen“ gedrückt hatte. Kurz zuvor hatte jedoch der spätere Beklagte manuell das Tor bereits geöffnet, was sie nicht gesehen hatte. Das führte dazu, dass sich das Tor just in dem Moment schloss, als sich das Auto direkt unter dem Tor befand. Man stritt sich vor dem Amtsgericht München um den entstanden Dachschaden.

Die zuständige Richterin gab der Fahrerin ein zweites Mal etwas auf den Deckel und wies ihre Klage ab. An dem Unfall träfe die Klägerin ein Mitverschulden von mindestens 50 Prozent. Wer per Fernsteuerung ein Garagentor öffne und losfahre, ohne freie Sicht zu habe, handle sorgfaltswidrig. Man müsse abwarten, bis man das Tor im Blickfeld habe.

Amtsgericht München, vom 28.04.2008, 231 C 2920/08

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