Maklerprovision beim Erwerb durch Verwandte

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Maklerprovision bei Erwerb nach einigen Monaten und Miterwerb durch Verwandte

Immer wieder stellt sich für den Nachweismakler das Problem, dass einige Zeit zwischen der Übersendung des Exposés und dem Kaufvertrag vergeht. Außerdem kauft nicht immer (nur) derjenige, dem man den Nachweis erbracht hat.

Im Urteil vom 13.12.2007 (III ZR 163/07) hat der BGH entschieden, dass jedenfalls bei einem angemessenen Zeitabstand zwischen Maklernachweis und Abschluss des Hauptvertrages die Ursächlichkeit der Tätigkeit des Maklers noch immer vermutet wird. Dabei ging es um ca. 3,5 Monate. Hier ist noch von dem Nachweis durch den Makler auszugehen.

Es war außerdem für die Courtage des Maklers unschädlich, dass nicht nur sein Vertragspartner, sondern auch dessen Bruder und seine Ehefrau eine Hälfte des nachgewiesenen Grundstücks kauften. Bei diesem nahen Verwandtschaftsverhältnis wurde der Erwerb dem Vertragspartner des Maklers zugerechnet. Er bekam also seine volle Provision.

BGH NJW 2008, S. 651ff

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