Wenn der Weihnachtsbaum die Solaranlage verschattet …

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Kein Naturschutz auf Kosten der Natur! – Das könnte das Motto sein, unter dem das Urteil des Verwaltungsgerichts Regensburg vom 19.02.2008 steht. Folgendes Problem hatte es gegeben:

Neben dem Gebäude des Klägers stand ein großer schattenwerfender Baum. Der Kläger wollte auf dem Dach eine Solaranlage errichten. Der Betrieb der Solaranlage wäre durch den Baum erheblich beeinträchtigt gewesen. Der Grundstückseigentümer beantragte daher ein Fällgenehmigung des nach der Baumschutzverordnung geschützten Baums. Die Genehmigung wurde versagt. Das Verwaltungsgericht hat diese Entscheidung bestätigt.

Ausgeführt wurde, dass an einem Ort, an dem schutzwürdige Interessen des Naturschutzes bestehen, die umweltfreundliche und daher auch im öffentlichen Interesse stehende Art der Energiegewinnung jedenfalls dann keinen Vorrang hat, wenn die Menge der erzeugten Energie relativ gering ist. Der Eigentümer müsse die Beschränkung seiner Befugnisse durch das Baumschutzrecht in diesem Fall genauso hinnehmen, wie ein Grundstücksbesitzer, dessen Gehwegplatten sich z.B. wegen der Wurzeln anheben.

Ob nun wohl eine stromfressende Lichterkette an dem Baum hängt?

Verwaltungsgericht Regensburg vom 19.02.2008, 4 K 07.455

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