Teillöschung führt zur Gesamtlöschung

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Dienstbarkeiten in Abt. II des Grundbuchs, die sich auf das Grundstück einer WEG beziehen, müssen immer in allen Wohnungsgrundbuchblättern eingetragen sein. Nur so kann der Gläubiger sein Recht gegen sämtliche Miteigentümer durchsetzen.

Im Fall des OLG Düsseldorf vom 22.09.2010 ging eine Grunddienstbarkeit als nachrangiges Recht bei einer Wohnungseigentumseinheit durch Zwangsversteigerung unter.

Das Grundbuchamt löschte daraufhin die Dienstbarkeit an allen Grundbuchblättern. Die Beschwerde der Berechtigten der Dienstbarkeit wurde zurückgewiesen. Das Erlöschen an einem einzelnen Wohnungseigentum führe zum Erlöschen des gesamten Rechts.

Diese Folge kann sowohl als Zwangsversteigerung als auch beim Anlegen oder Schließen von Grundbuchblättern passieren. Der Berechtigte muss darauf achten, dass sein Recht wirklich in allen Grundbüchern eingetragen bleibt.

OLG Düsseldorf vom 22.09.2010, III Wx 46/10

URL des Beitrages: http://www.ra-sawal.de/Wordpress/?p=2561

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