Ein Schwalbe macht noch keinen…

PDF Version

…Sommer und zwei Fälle auch noch keinen “zertifizierten Testamentsvollstrecker” – so der BGH in seiner Entscheidung vom 09.06.2011. Ein Kollege hatte sich als solcher auf seinem Briefkopf bezeichnet und man stritt bis zum BGH über die Zulässigkeit, die der Senat im speziellen Einzelfall verneinte.

Zwar liegen die Urteilsgründe noch nicht vor. Es ist jedoch zu vermuten, dass die Bezeichnung “Testamentsvollstrecker” vom BGH grundsätzlich als zulässig erachtet wird. Es handele sich nicht um eine Berufsbezeichnung, sondern um eine reine Tätigkeitsbeschreibung ohne “amtliche Verleihung”.

Problematisch war im Fall allerdings, dass der “zertifizierte Testamentsvollstrecker” kaum praktische Erfahrung auf dem Gebiet der Testamentsvollstreckung nachweisen muss. Dies werde jedoch gerade vom Rechtsverkehr erwartet. Zwei abgewickelten Testamentsvollstreckungen seien in jedem Fall nicht ausreichend, eine hinreichende Praxiserfahrung nachzuweisen.

BGH vom 09.06.2011, I ZR 113/10

URL des Beitrages: http://www.ra-sawal.de/Wordpress/?p=2911

Blog abonnieren (RSS)
jetzt auch auf Twitter
Jetzt “Fan” auf Facebook werden

Signatur_SA_2009

Hinterlasse Sie bitte eine Antwort

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.