Inkassokosten als Schaden

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Dass es die Inkassokosten mal bis zum Bundesverdfassungsgericht schaffen würden, hätte wohl auch kaum jemand gedacht. Haben sie aber.

In der Entscheidung befasst sich der Senat auch mit der Frage, ob Inkassokosten einen ersatzfähigen Schaden darstellen können. Er gibt eine gute Zusammenfassung der Rechtslage wieder:

Inkasskokosten sind nur dann ersatzfähig, wenn (a) sie der Höhe nach nicht der Kosten für einen Rechtsanwalt überschreiten (was häufiger nicht der Falll ist) und (b) dass der Schuldner zum Zeitpunkt der Beauftragung nicht bereits von vornherein erkennbar zahlungsunwillig gewesen ist. In diesem Fall wird sich der Schuldner auch durch eine Inkassoaufforderung umstimmen lassen. Wenn absehbar ist, dass ein Rechtsanwalt eingeschaltet werden muss, insbesondere, weil sich der Schuldner gegen die Forderung bereits zur Wehr gesetzt hat, sollte man lieber gleich einen Anwalt beauftragen, bevor man sich später über nicht ersatzfähige Inkassokosten ärgert.

BVerfG vom 07.09.2011, 1 BvR 1012/11

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