Bunt streichen kostet

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Häufig streichen Mieter ihre Wohnung farbig, obwohl sie bei der Übergabe durch den Vermieter in weißen oder hellen Farbtöne gehalten war. Hiergegen ist auch im Grunde – auch aus Vermietersicht – nichts einzuwenden. Problematisch wird es nur, wenn der Mieter auszieht und die Wohnung mit einem Farbanstrich übergibt, der nicht dem Geschmack der überwiegenden Anzahl der Mieter entspricht. Der Vermieter wird sich nämlich dann verpflichtet sehen, die Wohnung vor Neuvermietung zwecks besserer Vermarktbarkeit zu renovieren, auch wenn der Farbanstrich grundsätzlich noch intakt ist.

Der BGH hat hierzu eine Entscheidung getroffen:

Der Mieter ist nach §§ 535, 241 Abs. 2, § 280 Abs. 1 BGB zum Ersatz der Kosten verpflichtet , die dem Vermieter dadurch entstehen, das die in neutraler Dekoration übernommene Wohnung bei Mietende in einem ausgefallenen farblichen Zustand zurückgegeben wird. Die für einen breiten Mieterkreisenicht akzeptable Dekorationsart muss der Vermieter faktisch beseitigen.

Wer farbig streicht, muss sich darauf einrichten, dass er bei Vertragsende wieder in neutralen Farben zurückgeben muss. Da Tapeten nur eine gewisse Anzahl von Überstreichungen aushalten und farbige Flächen oft mehrfach gestrichen werden müssen, sollte man sich als Mieter gut überlegen, ob es wirklich knallige oder dunkle Farben an der Wand sein müssen. Beim Auszug kann dies viel Geld kosten.

BGH vom 06.11.2013, VIII ZR 416/12

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