Im Dunkeln…

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…lassen sich auf dem Gehweg liegende Gegenstände schlecht sehen. Auf dem Weg zu einer Münchner U-Bahnstation stürzte der spätere Kläger und brach sich den Arm. Grund hierfür waren zwei Betonklötze auf dem Fußweg, die die Beklagte  im Bereich eines Parkplatz aufgestellt hatte, um ein Durchfahren zu verhindern.

Das Landgericht München verurteilte die Beklagte zu einer Schmerzensgeldzahlung, wobei es ein 50%ig Mitverschulden des Klägers sah. Wer in der Nacht auf einem unbeleutetem Weg gehe, muss besonders vorsichtig sein. Wer allerdings Gefahrenquellen auf einem öffentlich zugänglichen Weg schafft, muss im Gegenzug dafür sorgen, dass diese auch  im Dunkeln gut erkennbar sind. Beleuchtung oder farbliche Markierungen reichen hierfür aus.

O-Ton: “An die Sicherungspflicht ist ein besonders strenger Maßstab anzulegen, wenn die Gefahrenquelle vom Verkehrssicherungspflichtigen selber geschaffen wurde.”

Landgericht München I vom 07.05.2009, 25 O 9420/08

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