Fette Spinnen…

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…gehören in Tiefgaragen zum allgemeinen Lebensrisiko. So sieht es jedenfalls das OLG Karlsruhe. Eine Frau war in der Tiefgarage gestürzt, weil sie sich vor einer “fetten Spinne” in Kopfhöhe erschrocken hatte. Nun wollte sie von der Reinigungsfirma, die laut Vertrag auch zur monatlichen Reinigung von Spinnengehegen verpflichtet war, Schadensersatz.

Das OLG wies die Klage wie die Vorinstanzen ab. Es sei nicht belegt, dass eine mangelhafte Reinigungsleistung für den Sturz und damit die Verletzungen ursächlich gewesen sei. Auch die Grundsätze des Anscheinsbeweises konnten der Frau nicht zugute kommen. Denn auch eine ordnungsgemäße monatliche Reinigung kann nicht sicherstellen, dass sich den Rest des Monats keine Spinnen in den Räumen befinden.

Nach Ansicht des Gerichts hat sich hier lediglich das allgemeine Lebensrisiko verwirklicht.

Oberlandesgericht Karlsruhevom 24.06.2009, 7 U 58/09

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