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Haftung des WEG-Verwalters bei Mietausfallschäden

Montag, 16. September 2013 PDF Version

Dass WEG-Verwalter genau überprüfen sollten, ob ein von einem Miteigentümer gemeldeter Schaden auf einem Mangel am Gemeinschafteigentum seine URsache haben kann, zeigt deutlich eine Entscheidung des Landgerichts München.

Der Verwalter hatte es abgelehnt, die Ursache eines Schimmelschadens im Sondereigentum zu erforschen und pauschal auf falsches Mieterverhalten abgestellt. Später zeigte sich, dass tatsächlich ein Baumangel am Gemeinschaftseigentum die Ursache war. Die Mieter hatten in der Zwischenzeit gegenüber dem Wohnungseigentümer gemindert, der nun den Mietausfallschaden vom Verwalter zurück erstattet veralngte. Mit Erfolg! Der Verwalter muss im Rahmen des § 27 WEG prüfen, ob die Mangelursache im Gemeinschafts- oder Sondereigentum liegt. Tut er dies pflichtwidrig nicht, kann der Wohnugnseigentümer selbst den hieraus entstehenden Schaden (z.B. die berechtigten Mietminderungsbeträge) vom Verwalter verlangen.

LG München I vom 15.10.2012, 1 S 26801/11

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Wenn die Nutzungsentschädigung flöten geht

Dienstag, 30. November 2010 PDF Version

Nach einer Entscheidung des BGH sind Vermieter verpflichtet, ungeachtet des Zustandes der Räume diese vom Mieter entgegenzunehmen, wenn dieser die Rückgabe anbietet. Verweigert der Vermieter bei beendetem Mietverhältnis die Rücknahme mit dem Verweis auf nicht ausgeführte Schönheitsreparaturen bzw. Instandsetzungsmaßnahmen die Rücknahme, so kann er keine Nutzungsentschädigung mehr vom Mieter fordern.

Ob statt dessen ein Mietausfallschaden geltend gemacht werden kann, ist dann eine Frage des Einzelfalles und deutlich schwerer zu beweisen, als die Nutzungsentschädigung.

Vermieter sollten daher immer genau prüfen, ob eine Verweigerung der Rücknahme der Mieträume zweckmäßig ist.

BGH vom 13.07.2010, VIII ZR 326/09

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